MPN-Analytik im akkreditierten Labor
Jetzt anfragenDefinition: Das MPN-Verfahren (Most Probable Number) ist eine statistische Methode zur Schätzung der Keimzahl in Proben durch Beimpfung mehrerer Parallelansätze unterschiedlicher Verdünnungsstufen und Auswertung nach Wahrscheinlichkeitstabellen.
Funktionsprinzip
Das MPN-Verfahren basiert auf:
- Beimpfung mehrerer Röhrchen pro Verdünnung
- Beobachtung von positiven/negativen Reaktionen
- Statistische Auswertung nach Poisson-Verteilung
- Ablesen des MPN-Werts aus Tabellen
- Ergebnis mit Konfidenzintervall
Typisches Versuchsdesign
- 3x3-Schema: 3 Röhrchen in 3 Verdünnungen
- 5x3-Schema: 5 Röhrchen in 3 Verdünnungen (genauer)
- Verdünnungsreihe meist dezimal
- Positive Reaktion durch Trübung, Gas oder Farbumschlag
Anwendungsgebiete
- Coliforme und E. coli in Wasser
- Trinkwasseruntersuchung
- Proben mit geringer Keimzahl
- Proben, die Plattenverfahren stören
- Historische Referenzmethode
Vor- und Nachteile
Vorteile: Funktioniert bei trüben Proben, geeignet für geringe Keimzahlen
Nachteile: Weniger präzise als Koloniezählung, arbeitsintensiv, statistische Unsicherheit
