Pathogen-Nachweis im akkreditierten Labor

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Definition: Anreicherungsverfahren sind mikrobiologische Techniken, bei denen Zielorganismen durch Bebrütung in speziellen Nährmedien selektiv vermehrt werden, um auch geringe Keimzahlen nachweisbar zu machen.

Warum Anreicherung?

Anreicherung ist notwendig, weil:

  • Pathogene oft nur in geringer Zahl vorhanden
  • Hohe Begleitflora überdeckt Zielkeime
  • Gesetzliche Vorgabe: 0 in 25g (qualitativ)
  • Erhöhung der Nachweisempfindlichkeit

Arten der Anreicherung

  • Nicht-selektive Voranreicherung: Gepuffertes Peptonwasser zur Erholung geschädigter Zellen
  • Selektive Anreicherung: Hemmstoffe unterdrücken Begleitflora (RVS, Fraser)
  • Zweistufige Anreicherung: Vor- und Hauptanreicherung kombiniert
  • Kälteanreicherung: Für psychrotrophe Keime wie Yersinia

Typische Anreicherungsmedien

  • Gepuffertes Peptonwasser (Salmonellen-Voranreicherung)
  • RVS-Bouillon (Salmonellen)
  • Fraser-Bouillon (Listerien)
  • Bolton-Bouillon (Campylobacter)
  • Alkalisches Peptonwasser (Vibrio)

Zeitrahmen

Die Anreicherung dauert je nach Methode:

  • 18-24 Stunden für Standardverfahren
  • 48 Stunden bei zweistufiger Anreicherung
  • Bis zu 28 Tage bei Kälteanreicherung (Yersinia)
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